Lexikon






Nieren-Diät

Bei der chronischen Niereninsuffizienz kommt es zum Ansteigen der Konzentration harnpflichtiger Substanzen im Blut. Dabei steht die Frage nach der Eiweiß-, Kochsalz- und Flüssigkeitszufuhr im Vordergrund. Bei Serumharnstoffkonzentration von ca. 100 mg% soll die Eiweißzufuhr auf 0,5-0,6 g/kg Körpergewicht reduziert werden. Über 100 mg% wird auf 0,3-0,4 mg/kg reduziert. Dabei kann der Eiweißbedarf des Organismus nur noch durch biologisch hochwertiges Eiweiß gedeckt werden. Bewährt haben sich dabei die Kartoffel-Ei-Diät und die Schweden-Diät.

(1-3 g NaCl) oder streng natriumarme Diät (< 1 g NaCl) ist nur angezeigt, wenn sich Ödeme bilden, da die Nieren oft nicht mehr in der Lage sind, Natrium zurückzuhalten. Wegen der Gefahr der Hyperkaliämie müssen eventuell kaliumreiche Nahrungsmittel gemieden werden. Der Patient soll reichlich trinken, da bei einem Harnfluß von bis zu 2 ml/min (ca. 3 l/Tag) die tubuläre Rückresorption vermindert ist und es zur vermehrten Harnstoffausscheidung kommt. Mehr als 3 l Flüssigkeit sind sinnlos. Es ist bei den Getränken auf den Natrium- und Kaliumgehalt zu achten.

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