Lexikon






Teebaum

Melaleuca alternifolia. Der immergrüne Teebaum bevorzugt die subtropische Klimazone.

Heimat: Ostküste Australiens
Standort: auch in Neuseeland kultiviert

Wirkung:br>Teebaumöl wirkt aufgrund des Gehalts an Terpenen antimikrobiell und fungizid (pilzvernichtend), indem es in Gewebe und Zellmembranen eindringt und so den Stoffwechsel von Mikroorganismen beeinträchtigt. Teebaumöl wirkt in vitro gegen: S. aureus, S. marescens, B. subtilis, Candida albicans und E. faecalis.

Nebenwirkung:br>Bei Anwendung von unverdünntem Teebaumöl auf vorgeschädigter Haut kann es zu Kontaktdermatitiden (durch Berührung ansteckende Hautentzündungen) kommen. Es gibt noch keine Publikationen über die Anwendung des Teebaumöls während Schwangerschaft und Stillzeit.

Anwendung:br>Teebaum-Öl: Anwendungsgebiete: Hauterkrankungen (z. B. Akne, Fußpilz), Zahnfleischbluten und in der Kosmetik.

Dosierung:br>Behandlung von Akne: - antiseptische Wirkung durch 5%-ige Lotion - 5%-iges Teebaumölgel ist etwas weniger wirksam als z. B. 5%-iges Benzoylperoxid, ist jedoch zur Behandlung von mäßiggradiger Akne zu empfehlen, da unerwünschte Nebenwirkungen mäßiger und geringer ausgeprägt sind und die Hautverträglichkeit deutlich besser ist.br>Behandlung von Fußpilz: - Vergleichende Studien haben gezeigt, daß Teebaumöl im Vergleich mit Clotrimazol einen höheren Wirkungsgrad bei der Behandlung von Fußpilz (Symptombekämpfung und Pilzfreiheit) besitzt.

Die Wirksamkeit des Teebaumöls bei den folgenden Krankheiten ist nicht klinisch belegt, es gibt jedoch experimentelle Hinweise:

  • schwere Akne vulgaris,
  • rheumatoide Arthritis,
  • Osteoarthritis,
  • schlechter Immunstatus,
  • Herpes genitalis und Zoster, Warzen und andere podiatrische Indikationen,
  • Vaginalinfektionen,
  • Zystitiden (langfristige orale Einnahme, niedrig dosiert mit 24 mg),
  • Paronychien.

Teebaumöl findet außerdem Anwendung in der Aromatherapie. Über die Dosierung gibt es noch keine systematischen Untersuchungen. In vielen Fällen jedoch ist es sinnvoll statt des unverdünnten Öls niedriger konzentrierte Präparate (5-10%ige Zubereitungen in verschiedenen Grundlagen) anzuwenden.

Weitere tradierte Dosierungsempfehlungen:br>Mundspül- und Gurgellösungen: 3 - 5 Tropfen auf die GesamtmengeBadezusatz: 10 Tropfenbr>Herpes simplex: mehrmals täglich geringe Mengen unverdünnt auftragenbr>Warzen: wie bei Herpes simplex; gegebenenfalls über mehrere Wochen.

Besondere Hinweise:br>Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind zur Zeit noch nicht publiziert. Reversible Intoxikationen nach kutaner Anwendung sehr hoher Dosen sind aus dem Bereich der Veterinärmedizin bekannt. Der Cineol-Gehalt des angewendeten Teebaumöls sollte 15% nicht übewrsteigen, der Terpinen-ol-4-Gehalt sollte mindestens 30% betragen.

Wirkstoff/Droge: Teebaumöl enthält Cineol, Terpine-ol-4.


Literatur:

Prof. Dr. J. Reichling, Prof Dr. R. Saller, in: Zeitschrift für Phythotherapie 17, 111-112 (1996)

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