Lexikon






Zecke

Die Zecke (Ixodidae) ist ein Spinnentier aus der Ordnung der Milben. Sie ist 2 mm bis 1 cm groß, flachgedrückt und besitzt einen sehr dehnbaren Körper mit acht Beinen. Die Weibchen ernähren sich vom Blut von Säugetieren, Vögeln und Reptilien, auf deren Körperhaut sie sich festsaugen. Dabei schwellen die kleinsten Arten von kaum 2 mm auf die Größe einer Kaffeebohne an. Das erste Unterkieferpaar ist zu einem perfekten Saugapparat umgebildet. Die Kieferfühler dienen dabei als Haft- und Stechorgane. Mit ihnen sticht die Zecke ihr Opfer.

In der Schweiz weit verbreitet ist die gemeine Zecke (gemeiner Holzbock, Ixodes ricinus), in Deutschland, Frankreich und Italien auch noch die Saumzecke (Argas reflexus).

Die Zecke wird dem Menschen nicht selber gefährlich. Viele Zecken sind ihrerseits mit Bakterien oder Viren infiziert, die bei einem Zeckenstich in die Blutbahn des Menschen gelangen und dort eine Krankheit auslösen können.

Gegen direkten Befall: Bei einem Spaziergang in von Zecken bevorzugten Gebieten (Wälder, Gebüsch) lange Beinkleider und Stiefel tragen. Die Zecken sind jedoch sehr klein und geschickte Kletterer. Wenn sie sich von einem Strauch auf einen Menschen fallen lassen, halten sie sich an seinen Kleidern oder Haaren fest und versuchen dann, zu einer unbekleideten Körperstelle vorzudringen, wo sie sich dann in die Haut verbeißen können. Gegen den Befall von Haustieren: Ein Zeckenhalsband bietet einen zeitlich begrenzten Schutz. Auch können flüssige Zeckenschutzmittel angewendet werden.


Was tun bei einem Zeckenbiss?

Entfernen sie die Zecke möglichst schnell. Möglichst nahe an der Haut mit einer Pinzette abdrehen. Spezielle Zeckenpinzetten können Sie bei Ihrem Tierarzt oder in einem Fachgeschäft kaufen. Die Entfernung mit Hilfe von Öl (oder Salz) gilt als veraltet. Auf keinen Fall Zecke mit Nagellack bepinseln. Bleiben die Beine in der Haut haften, sollte man sie entfernen lassen.


Was gilt es später zu beachten?

Beobachten Sie in der folgenden Zeit die Stichstelle. Eine vorübergehende Rötung oder ein Jucken sind normal. Sollte die Rötung aber auch nach Wochen nicht verschwinden oder treten noch zusätzliche Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen und Fieber auf, gehen Sie zu einem Arzt oder Heilpraktiker. In einigen Bundesländern ist die Borreliose meldepflichtig. dort darf der Heilpraktiker Ihnen nicht helfen. suchen Sie dann einen auf Heilpflanzen spezialisierten Arzt auf oder kaufen sich ein Buch, in dem die naturheilkundliche Behandlung der Borreliose beschrieben ist.


Warum muß man eine Zecke entfernen?

Je länger eine infizierte Zecke an seinem Opfer saugen kann, desto eher wird es mit einer Krankheit angesteckt.

Welche Krankheiten können übertragen werden?

Es kommen insbesondere zwei Krankheiten in Betracht:

1. Die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME)

2. die Borreliose (Lyme-Krankheit).


Was hilft bei Borreliose?

die Wilde Karde


Bezugsquelle

Kardenwurzel im Ginseng-Laden.de

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