Lexikon






Tinktur

Dünnflüssige Auszüge aus pflanzlichen oder tierischen Stoffen mit Hilfe von Äther, Azeton, Wasser oder Weingeist. Das Verhältnis von Droge zu Auszugsflüssigkeit beträgt in der Regel 1:10, bei schwach wirksamen Drogen 1:5. 1 g Tinktur sind 40-50 Tropfen.

Eine Tinktur, in der nur eine Pflanze gelöst wurde, wird in der Fachsprache Tinctura simplex (einfache Tinktur) genannt. Bei mehreren gelösten Substanzen spricht man von einer Tinctura composita (zusammengesetzte Tinktur).

Man kann sich seinen Kräuterschnaps, Kräutergeist oder seine Tinktur auch selbst zubereiten:

  1. Sammel ein Glas voll Heilkräuter (oder kauf sie)
  2. Gieß einen hochprozentigen (20-40%) klaren Schnaps (z. B. Doppelkorn oder Wodka) über die Kräuter, bis sie bedeckt sind
  3. Verschließ das Glas
  4. Stell es an einen sonnigen, warmen Platz, schüttle öfter um
  5. Warte 2-3 Wochen
  6. Filter die Tinktur ab (z.B. mit Kaffeefilter)
  7. Gieße sie in eine dunkle Flasche
  8. 8. Beschrifte die Flasche mit Inhalt und Datum
    (Wichtig! Man vergißt es doch immer wieder, wenn kein Etikett drauf ist).

Von der fertigen Tinktur nimmt man z. B. 3 mal täglich 1-2 Teelöffel voll bzw. 20-50 Tropfen ein. Tinkturen halten sich zwar mehrere Jahre, es ist jedoch besser, man bereitet sie jährlich frisch.

Man kann sie auch in Salben oder Gels verwenden.

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