Lexikon






Homotoxinlehre

Eine auf Erkenntnissen u. a. der Physiologie, Entwicklungsgeschichte und Molekularbiologie aufbauende Lehre, die von Dr. med. Reckeweg als wissenschaftlicher Beweis der Humoralpathologie und ihrer Ausleitungsverfahren entwickelt worden ist. Ihre Aussagen sind inzwischen millionenfach bestätigt worden.Homotoxinlehre baut auf der Erkenntnis auf, daß alle Lebensäußerungen auf chemischen Reaktionen und deren Substrat beruhen. Ihr Ablauf und das Vorhandensein der Stoffe sind deshalb wesentlich für Gesundheit oder Krankheit. Um seine Funktionen zu erhalten, strebt der Organismus das Fließgleichgewicht an. Zuträgliche Stoffe rufen dabei keine Störungen hervor. Toxische Substanzen, die Homotoxine, lösen dagegen Abwehrmaßnahmen aus. Diese Abwehrmaßnahmen sollen das Fließgleichgewicht so schnell wie möglich wieder herstellen (Phasen 1-3 auf der Tabelle der Homotoxikosen). Die Abwehrmaßnahmen unseres Organismus empfinden wir als Krankheit. Unterdrücken wir diese Maßnahmen durch Methoden der Allopathie, so ist der Organismus gezwungen, die Homotoxine im Gewebe abzulagern. Daraus resultieren entsprechende Giftschädigungen (Phasen 4-6 der Tabelle der Homotoxikosen).

Abwehrmaßnahmen werden vom System der Großen Abwehr ausgelöst. Dabei sollen sich zwei Homotoxine zu einem Homotoxon verbinden, das ausgeschieden werden kann. Der Erfolg oder Mißerfolg der Abwehrmaßnahmen kann an der Tabelle der Homotoxikosen abgelesen werden. Eine Veränderung von einer Phase in die andere wird Vikariation genannt. Erfolg der Abwehrmaßnahmen bedeutet regressive, Mißerfolg progressive Vikariation (die Phase steigt an).jeder Therapie muß die Unterstützung der Abwehrmaßnahmen des Organismus sein, um eine regressive Vikariation zu erzielen. Dazu eignen sich prinzipiell alle Naturheilverfahren. Nach der Homotoxinlehre führt jede allopathische (= unterdrückende) Behandlung zur Entstehung von iatrogenen Erkrankungen.

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