Lexikon






Galgant

Alpinia officinarum HANCE.

Diese zur Familie der Zingiberaceae zählende, ausdauernde Pflanze besitzt ein kriechendes, rötlich-braunes, verzweigtes Rhizom, welches durch Blattnarben geringelt ist. Die Hauptachse bildet Seitensprosse, die später als Sprosse die Erde durchstoßen. Die Wurzeln liegen unterseits. Aus den Blattscheiden werden Scheinstengel gebildet. Die zweizeilig angeordneten, hellgrünen Blätter besitzen eine lange Blattscheide und sind bis zu 30 cm lang, schmal-lanzettlich, lang zugespitzt, ganzrandig, ledrig und kahl. Die mit Blattscheiden bedeckten Blütenschäfte werden bis etwa 130 cm hoch. Die Blüten sind ährig oder traubig angeordnet. Die einzelnen Blüten besitzen jeweils ein scheidenartiges, bald abfallendes Deck- und Vorblatt. Der Blütenkelch ist oben lappig und unten röhrig. Die weiße Blumenkrone hat oben drei kapuzenförmige Lappen und ist unten röhrig. Die äußeren Staubblätter sind blumenblattartig. Eines der Staubblätter bildet eine weiße, rot geaderte Lippe. Von den inneren Staubblättern ist eines fruchtbar. Der unterständige Fruchtknoten ist filzig und dreifächrig. Die Pflanze bildet eine lederige, behaarte Kapsel mit braunen, stumpfkantigen Samen.

Herkunft: China
Vorkommen: kultiviert in Ostasien, Indien, Thailand

Wirkung:
Die Droge wirkt spasmolytisch (krampflösend), antiphlogistisch (Hemmung der Prostaglandinsynthese) und antibakteriell.

Anwendungsgebiete: dyseptische (Verdauungs-) Beschwerden und Appetitlosigkeit. Dosierung: Tagesdosis: Tinktur (entsprechend EB6): 2 bis 4g Droge.
Art der Anwendung: Zerkleinerte Droge, Drogenpulver sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Wirkstoff/Droge:
Galgantwurzelstock, bestehend aus dem getrockneten Wurzelstock sowie dessen Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält ätherisches Öl mit Sesquiterpenen, harzartige Scharfstoffe (Diarylheptanoide), Eugenol und Flavonoide.

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