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Folsäure

Folsäure gehört zu den Vitaminen des B-Komplexes.

Ein Mangel an Folsäure zeigt sich besonders dort, wo eine schnelle Regeneration nötig ist, wie an den Schleimhäuten oder bei der Blutbildung. Dies ist auch die Ursache dafür, daß Folsäuremangel bei der Schwangeren zu Mißbildungen des Kindes führen kann. Eine Supplementierung oder zumindest folsäurereiche Ernährung wird deshalb in der Schwangerschaft prinzipiell empfohlen. Ein erhöhter Bedarf an Folsäure besteht außerdem nach Einnahme bestimmter Medikamente (Antikonvulsiva, die "Pille", ...).

Neuere Untersuchungen deuten darauf hin, daß Folsäuremangel über die Erhöhung des Homocysteingehaltes im Blut die Arteriosklerose fördern könnte und umgekehrt eine Supplementierung mit Folsäure den Homocysteinspiegel senken könnte. Eine Supplementierung wird bisher nur deshalb nicht empfohlen, weil bestimmte Symptome des Vitamin B12 Mangels verdeckt werden. Künstlich erzeugt wird ein Folsäuremangel bei der Behandlung von Tumoren mit Zytostatika, da ein Folsäuremangel einen schnellwachsenden Tumor stärker schädigt als normales Gewebe.

Folsäure ist empfindlich gegen Licht, Sauerstoff und Hitze und kann wegen ihrer guten Wasserlöslichkeit leicht ausgelaugt werden.

Leber, grüne Gemüse, Bohnen und Nüsse sind gute Folsäurequellen. Wahrscheinlich kann auch die Darmflora einen Teil des Bedarfs decken.

Empfehlung für die tägliche Aufnahme sind 150 µg. Um diese Zufuhr zu erreichen, sind folgende Mengen an Lebensmitteln notwendig:

Orange frisch 2143 g 1009,9 kcal
Blattspinat frisch 268 g 46,8 kcal
Chinakohl frisch 300 g 40,9 kcal
Fenchel frisch 197 g 48,6 kcal
Rote Rübe frisch 200 g 83,7 kcal
Rettich frisch 882 g 120,3 kcal
Sojabohne geröstet 87 g 304,9 kcal
Kalb Leber gegart 73 g 107,3 kcal

 

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