Lexikon






Dekokt

Abkochung. Konzentrierte Lösungen erhält man durch Abkochen der Droge. Das Pflanzenmaterial wird mit kaltem Wasser angegossen und das Ganze zum Sieden gebracht. Nach 10-30 Minuten Abkochen wird abgeseiht. So erreicht man auch bei grobem und hartem Ausgangsmaterial, zum Beispiel Wurzelstücken, noch ausreichende Wirkstoffkonzentrationen. Weniger stabile Inhaltsstoffe werden bei dieser Aufarbeitungsmethode aber zerstört. Valepotriate aus Baldrianwurzeln überstehen diese Behandlung nicht unverändert und verlieren ihren therapeutischen Nutzen. Flüchtige Stoffe, wie ätherische Öle, werden durch die Hitze ausgetrieben und können als Dampfbad (Inhalation) genutzt werden oder gehen verloren.

Empfindliche Drogen werden deshalb als Aufguss zubereitet.

Manche Pflanzen kann man auch mit Milch aufkochen (z. B. Gänsefingerkraut oder Isländisch Moos) oder nachher mit Milch mischen.

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