Lexikon






ozonisiertes Olivenöl

Hochwertige Pflanzenöle spielen in der Hautpflege eine wichtige Rolle, seit es der Mensch gelernt hat, Öl aus Früchten oder Samen zu gewinnen. Und schon immer ging es neben den erwünschten kosmetischen Effekten vor allem darum, durch den Einsatz solcher Öle eine schnelle und vollständige Heilung äußerlich verursachter Hautschäden (wie z. B. Abschürfungen, Risse, Schnitte, Quetschungen, Brandwunden) zu fördern. Es lag dann nahe, die verwendeten Öle mit Extrakten aus hautfreundlichen Heilpflanzen, beispielsweise Kamille, zu versetzen, um die Heilwirkung auf die betroffenen Gewebe weiter zu verstärken. Die Anwendung solcherart angereicherter Öle hat sowohl im Bereich der Naturkosmetik als auch der Erfahrungsheilkunde eine lange Tradition und natürlich auch heute noch eine wachsende und berechtigte Verbreitung.

Hautschäden durch äußere (mechanische, aber auch physikalische (z.B. Hitze) oder chemische (z. B. durch agressive Substanzen) Ursachen und ihre Behandlung etwa nach Unfällen gehören selbstverständlich nach wie vor zum therapeutischen Alltag. Gleichwohl bilden sie nur sozusagen eine Seite der Medaille.

Mit der wissenschaftlichen Erforschung der Hautfunktionen hat sich der Blick verstärkt auf die zweite Seite, nämlich auf mögliche innere Ursachen von Hautund Gewebeschädigungen gelenkt. Mehr und mehr wurde dabei erkannt, daß die gesunde Haut den Organismus nicht nur vor dem Eindringen von fremden oder schädigenden Stoffen schützt, sondern auch vor dem Angriff schädlicher Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Pilzen.

Diese entscheidende Schutzfunktion von Haut und Schleimhäuten wird aber nicht nur durch äußere Verletzungen beeinträchtigt. Sie setzt immer auch eine gesunde innere Verfassung der Haut voraus. Ist der Stoffwechsel der Haut gestört, können sich dadurch zahlreiche Hautprobleme, bis hin zum Substanzverlust des Gewebes, ergeben. Wodurch werden solche Störungen hervorgerufen?

Als auslösender Faktor kommt vor allem eine mangelhafte Sauerstoffversorgung der Hautzellen als Folge einer Durchblutungsstörung (oder auch einer mangelnden Sauerstoffverwertung durch das Gewebe) in Betracht. Kommt unzureichend Sauerstoff in die Zellen, so wird die notwendige Energiegewinnung durch "anaerobe" (d. heißt: ohne Sauerstoff ablaufende) Prozesse aufrechterhalten. Das aber hat eine Anhäufung saurer Stoffwechselprodukte (vor allem Milchsäure) zur Folge, wodurch die Durchblutung weiter erschwert wird. Übersäuerte Gewebe (Azidosen) schwächen die Schutzfunktionen der Haut und begünstigen die Ansiedlung krankmachender Bakterien, Viren und Pilze, wodurch sich der Gesamtzustand weiter verschlechtert. Übersäuerte Gewebe erschweren und verzögern auch die Wundheilung, besonders bei Unterschenkelgeschwüren (Ulcus cruris).

Hier nun kann der Einsatz von ozonisiertem Olivenöl eine entscheidende Hilfe für die geschwächte Haut bedeuten.

Reines Olivenöl wird in der Volksheilkunde seit langem wegen seiner kühlenden und schmerzlindernden Wirkungen bei kleineren Hautverletzungen (Brandwunden, Insektenstiche, Quetschungen u.ä) sowie bei schlecht heilenden Wunden angewendet. Versetzt man reines Olivenöl nun mit Ozon (03), so geht der aktive Sauerstoff des Ozons mit den Bestandteilen des Olivenöls neue, reaktionsfähige chemische Verbindungen ein, die günstig auf die geschädigte Haut wirken.

Solche durch das Ozonisieren des Olivenöls u. a. gebildeten neuen Substanzen werden als Ozonide und Peroxide bezeichnet; sie haben die Fähigkeit, in die mit ozonisiertem Olivenöl behandelten Hautschichten einzudringen und den in ihnen enthaltenen aktiven Sauerstoff an die geschädigten Gewebe abzugeben. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung verbessert und der schädigende Prozeß umgekehrt. Die ausreichende Sauerstoffzufuhr ermöglicht nun wieder eine normale zelluläre Atmungskette und ersetzt das oben beschriebene unerwünschte, weil verschlackende und gewebeübersäuernde anaerobe Notprogramm.

Andere wichtige Wirksubstanzen, die durch das Ozonisieren von Olivenöl gebildet werden, sind Capronsäure und Pelargonsäure, deren entkeimende (antimikrobielle) Wirkung seit langem bekannt ist. Diese desinfizierenden Eigenschaften des ozonisierten Olivenöls wurden von Cronheim, Washüttl, Streichbier, Schönbauer u. a. nachgewiesen, so z. B. die bakterizide Wirkung bei Staphylococcus aureas, St. albus und St. haemoliticicus, E. coli, Proteus vulgaris; die fungizide (pilzabtötende) Wirkung bei Microsporum audouinii, M. lanosum, Trichophyton mentagrophytes und T purpureum und die Hemmung des Pilzwachstums bei Candida albicans und Schleimhautmykosen.

Natürlich beeinflussen die zusätzliche Sauerstoffversorgung des Gewebes sowie die desinfizierenden Effekte des ozonisierten Olivenöls auch die Heilungsprozesse bei durch äußere Einwirkungen verursachten Wunden positiv. So ist bei Verbrennungen und entzündlichen Hautschädigungen eine gute Wundreinigung und nach mechanischen Verletzungen ein erhöhter Heilflächenzuwachs festzustellen. Das Öl dringt leicht in die Hautschichten ein, seine flüssige Konsistenz ermöglicht das Auftragen selbst auf schmerzhafte Hautzonen.

Ein weiterer, besonders angesichts der heute weit verbreiteten Unverträglichkeiten gegen chemische Substanzen hervorzuhebender Vorteil kommt hinzu: Ozonisiertes Olivenöl benötigt aufgrund seines Gehaltes an aktivem Sauerstoff keine zusätzlichen Konservierungsstoffe. Als natürliches Produkt ruft es auch keine Kontaktsensibiliserungen, Resistenzen oder andere Nebenwirkungen hervor, wie sie besonders bei Hautmitteln, die Antibiotika enthalten, leider oft zu beobachten sind.

Man kann fragen, warum ein Öl mit solch einzigartigen Eigenschaften bisher nicht stärker sowohl im kosmetischen wie auch im medizinischen Bereich eingesetzt worden ist, zumal die grundlegenden Erkenntnisse über die segensreichen Wirkungen des ozonisierten Olivenöls ja nicht neu sind. Der Grund lag darin, daß es lange Zeit nicht gelang, ein geeignetes Verfahren zu finden, um das Öl stabil und damit haltbar zu machen. (Es gab entsprechende Versuche in den 50er Jahren, aber die Öle obgleich hochwirksam zersetzten sich zu leicht und mußten deshalb wieder vom Markt genommen werden.)

Das ozonisierte Olivenöl, das der angesehene französische Hersteller Laboratorium L.B.A. Saint Ambroise S.A. seit vielen Jahren anbietet, zeichnet sich durch seine stabile Beschaffenheit aus. Das Öl weist in seiner beständigen Form den typischen Ozongeruch auf.

Wir haben gesehen, daß es sowohl für durch äußere Einwirkungen als auch für durch durchblutungsbedingte Sauerstoffdefizite und anschließende mikrobielle Überlastungen verursachte Haut und Gewebeschäden in der Behandlung darauf ankommt, dass

  • den Hautzellen zusätzlicher Sauerstoff zugeführt und damit der gesamte Hautstoffwechsel aktiviert wird:
  • schädliche Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze) wirksam bekämpft werden;
  • äußere Schäden gelindert und der Heilungsprozess intensiv gefördert wird;
  • eine hohe Hautverträglichkeit gegeben ist und keine Nebenwirkungen auftreten.
  • Ozonisiertes Olivenöl erfüllt alle diese Voraussetzungen in idealer Weise.

Es verbindet die pflegenden und lindernden Eigenschaften eines hochwertigen pflanzlichen Pflege-, Massage- und Wundöls mit den desinfizierenden und regenerierenden Wirkungen des aktivierten Sauerstoffs. Diese faszinierenden Fähigkeiten sichern dem ozonisierten Olivenöl eine breite Nutzung sowohl in der häuslichen Körperpflege, bei Hautproblemen kosmetischer Art, im Sportbereich als auch bei der Therapie unterschiedlich verursachter Defekte von Haut, Schleimhäuten und Geweben.

Ähnliche Begriffe
  • Derzeit sind keine ähnlichen Begriffe vorhanden.
Zurück zur Liste




Anzeige